IGF-1 LR3

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- Modell: medi-IGF1
IGF-1 LR3 - Long R3 IGF-1
IGF-1 LR3 ist eine modifizierte Variante des humanen IGF-1 mit einer Arginin-Substitution an Position 3 und einer 13 Aminosäuren langen N-terminalen Verlängerung. Diese Modifikationen reduzieren die Bindung an IGF-Bindungsproteine und verlängern die Halbwertszeit deutlich.
Wirkprofil im Überblick.
IGF-1 LR3 (Long R3 IGF-1) besteht aus 83 Aminosäuren – den 70 Aminosäuren des humanen IGF-1 plus einer 13 Aminosäuren langen N-terminalen Verlängerung. Die R3-Substitution (Glutaminsäure → Arginin an Position 3) verringert die Affinität zu den IGF-Bindungsproteinen (IGFBPs) um ein Vielfaches. Dadurch steigt der freie, biologisch aktive Anteil, und die Halbwertszeit verlängert sich von wenigen Minuten auf ca. 20–30 Stunden. Wie natives IGF-1 aktiviert es den PI3K/Akt/mTOR-Signalweg.
Wirkstoff & Einordnung
Wirkstoff, Klasse und Besonderheit im Überblick – alle relevanten Daten sachlich zusammengefasst.
Wirkstoff
IGF-1 LR3, eine modifizierte Variante des humanen IGF-1 mit 83 Aminosäuren – 70 Aminosäuren plus 13 Aminosäuren N-terminale Verlängerung.
Wirkstoffklasse
Modifizierter Wachstumsfaktor / Peptidhormon. IGF-1 LR3 wirkt direkt am IGF-1-Rezeptor (IGF-1R) und aktiviert den anabolen PI3K/Akt/mTOR-Signalweg.
Besonderheit
Reduzierte IGFBP-Bindung: Durch R3-Substitution und Verlängerung bindet LR3 deutlich schwächer an IGF-Bindungsproteine – dadurch höherer freier Anteil und längere Halbwertszeit.
Wirkprofil im Detail
Die in der Literatur beschriebenen Wirkmechanismen und Eigenschaften von IGF-1 LR3 auf einen Blick.
IGF-1R-Aktivierung
IGF-1 LR3 bindet an den IGF-1-Rezeptor (IGF-1R), eine Rezeptor-Tyrosinkinase, und aktiviert die intrazelluläre Signalkaskade.
PI3K/Akt/mTOR-Signalweg
Der zentrale anabole Signalweg der Zelle wird aktiviert – steigert Proteinsynthese, Zellwachstum und Proliferation.
Reduzierte IGFBP-Bindung
Die R3-Substitution verringert die Affinität zu IGF-Bindungsproteinen um ein Vielfaches – der freie, biologisch aktive Anteil steigt deutlich.
Verlängerte Halbwertszeit
Durch die Modifikationen beträgt die Halbwertszeit ca. 20–30 Stunden – ein Vielfaches der wenigen Minuten von nativem IGF-1.
Hyperplasie & Hypertrophie
Die Literatur beschreibt sowohl eine Vermehrung (Hyperplasie) als auch eine Vergrösserung (Hypertrophie) von Muskelzellen unter IGF-1.
Insulin-ähnliche Wirkung
IGF-1 LR3 aktiviert auch den Insulinrezeptor und steigert die Glukose- und Aminosäureaufnahme in die Zellen.
Einordnung der Literatur
Zwei Aspekte, die in der einschlägigen Literatur besonders hervorgehoben werden und das Wirkprofil einordnen.
Vergleich mit nativem IGF-1 (Increlex)
Natives IGF-1 (Mecasermin/Increlex) ist bioidentisch, hat jedoch eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten und wird stark an IGFBPs gebunden. IGF-1 LR3 ist durch R3-Substitution und Verlängerung deutlich stabiler (ca. 20–30 h) und potenter, da ein grösserer freier Anteil verfügbar ist. Die Literatur beschreibt LR3 daher als die pharmakologisch optimierte Variante.
stabil & potent vs. bioidentisch & kurzAbgrenzung zu IGF-1 DES
IGF-1 DES ist eine verkürzte Form (Aminosäuren 1–55) mit sehr schnellem Wirkeintritt und bevorzugt lokaler Anwendung, jedoch kürzerer Wirkdauer. IGF-1 LR3 ist dagegen die länger wirksame, systemisch eingesetzte Variante. Die Literatur hebt hervor, dass LR3 für eine anhaltende systemische Wirkung und DES für eine rasche lokale Wirkung beschrieben wird.
systemisch & lang vs. lokal & schnell| Produkt | |
| Dosierung | 1mg per Vial |










