IGF1 Increlex

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Wachstumsfaktor · Rekombinantes IGF-1

IGF-1 Increlex - Mecasermin

Increlex ist der Markenname für Mecasermin, ein rekombinantes humanes Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-1). Es wirkt direkt am IGF-1-Rezeptor und umgeht damit die Ebene des Wachstumshormons – weshalb es besonders bei GH-Resistenz (z. B. Laron-Syndrom) eingesetzt wird.

Wirkprofil im Überblick.

Mecasermin ist das bioidentische humane IGF-1, ein Peptid aus 70 Aminosäuren, das in seiner Struktur dem körpereigenen Wachstumsfaktor entspricht. Im Gegensatz zu exogenem Wachstumshormon (Somatropin) umgeht es den GH-Rezeptor vollständig und wirkt direkt am IGF-1-Rezeptor (IGF-1R) der Zielzellen. Dort aktiviert es den PI3K/Akt/mTOR-Signalweg – den zentralen anabolen Signalweg der Zelle. IGF-1 zeigt zudem eine ausgeprägte Insulin-ähnliche Wirkung auf den Glukosestoffwechsel.

Wirkstoff & Einordnung

Wirkstoff, Klasse und Besonderheit im Überblick – alle relevanten Daten sachlich zusammengefasst.


Wirkstoff

Mecasermin (rekombinantes IGF-1), ein Peptid aus 70 Aminosäuren, identisch zur Aminosäuresequenz des körpereigenen humanen IGF-1. Injektable Lösung zur subkutanen Anwendung.

70 Aminosäurensubkutan

Wirkstoffklasse

Wachstumsfaktor / Peptidhormon. IGF-1 ist einer der wichtigsten anabolen Wachstumsfaktoren des Körpers und wirkt direkt am IGF-1-Rezeptor.

IGF-1R-AgonistWachstumsfaktor

Besonderheit

Umgeht GH-Rezeptor: Da IGF-1 direkt am IGF-1-Rezeptor wirkt, ist es auch bei GH-Resistenz (z. B. Laron-Syndrom, GH-Rezeptor-Defekt) wirksam – wo Somatropin versagt.

GH-unabhängigdirekt an IGF-1R

Wirkprofil im Detail

Die in der Literatur beschriebenen Wirkmechanismen und Eigenschaften von Mecasermin (IGF-1) auf einen Blick.


IGF-1R-Aktivierung

Mecasermin bindet an den IGF-1-Rezeptor (IGF-1R), eine Rezeptor-Tyrosinkinase, und aktiviert die intrazelluläre Signalkaskade.

PI3K/Akt/mTOR-Signalweg

Der zentrale anabole Signalweg der Zelle wird aktiviert – steigert Proteinsynthese, Zellwachstum und Proliferation.

Anabole Wirkung

IGF-1 ist einer der potentesten anabolen Faktoren des Körpers – stimuliert die Proteinsynthese in Muskel- und Gewebezellen.

Insulin-ähnliche Wirkung

IGF-1 aktiviert auch den Insulinrezeptor (ca. 10 % der Insulin-Potenz) und senkt den Blutzuckerspiegel durch gesteigerte Glukoseaufnahme.

GH-unabhängige Wirkung

Da IGF-1 die GH-Rezeptor-Ebene umgeht, wirkt es auch bei Defekten der GH-Signalübertragung (z. B. GH-Rezeptor-Mutationen).

Kurze Halbwertszeit

Freies IGF-1 hat eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten; in der Zirkulation ist es an IGF-Bindungsproteine (IGFBPs) gebunden und dadurch stabiler.

Einordnung der Literatur

Zwei Aspekte, die in der einschlägigen Literatur besonders hervorgehoben werden und das Wirkprofil einordnen.


1

Vergleich mit exogenem Somatropin

Somatropin wirkt indirekt: Es stimuliert die hepatische IGF-1-Produktion über den GH-Rezeptor. IGF-1 (Mecasermin) wirkt dagegen direkt am IGF-1-Rezeptor und umgeht damit die gesamte GH-Signalübertragung. In der Literatur wird dies als Therapieoption bei GH-Resistenz (z. B. Laron-Syndrom) beschrieben, wo Somatropin wirkungslos bleibt.

direkt vs. indirekt über GH
2

Abgrenzung zu IGF-1 LR3 & DES

IGF-1 LR3 (Long R3) ist eine modifizierte Variante mit verlängerter Halbwertszeit (ca. 20–30 h statt Minuten) durch Aminosäuresubstitution und reduzierter IGFBP-Bindung. IGF-1 DES ist eine verkürzte Form (1–55 AA) mit schnellerem Wirkeintritt und bevorzugt lokaler Anwendung. Increlex (Mecasermin) ist das bioidentische humane IGF-1 und damit die physiologisch reinste Form.

bioidentisch vs. modifiziert
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Dosierung4ml à 10mg

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